Unsere pädagogische und methodische Arbeit
Bedürfnisorientiert am Kind mit einem interdisziplinären methodischen Ansatz
Wir glauben daran, dass ein ausgewogener interdisziplinärer Ansatz sowie die Ausrichtung an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden aus den nachfolgend aufgeführten Bereichen die Potentialentfaltung der Kinder unterstützt.
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Entwicklungspsychologie: Was sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines gesunden Körpers und Geistes?
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Neurowissenschaft: Was zeichnet unser Hirn in den ersten 6 Jahren des Lebens aus und wie kann Potentialentfaltung gelingen?
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Evolution: Welchen biologischen und evolutionären Einflüssen sind unsere Kinder ausgesetzt?
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Lernwissenschaft: Wie lernen wir als Menschen? Und wie lernen Kinder? Wie gelingt Lernen?
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Pädagogik: Welche pädagogischen und didaktischen Mittel tragen zur Potentialentfaltung bei und sind nutzbar? Und welche nicht?
Die bedürfnisorientierten Grundsätze
unserer Arbeit mit Kindern
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich am Situationsansatz. Der Situationsansatz ist keine pädagogische Technik oder didaktische Methode. Er gleicht einer Haltung, einer die jeweilige Persönlichkeit berücksichtigenden Sichtweise ganzheitlicher Pädagogik bei grundlegender Wertschätzung der Kinder, Aufmerksamkeit für die aktuelle Situation und die Bedeutung jedes neuen Tages.
Ziele dieses Ansatzes sind es, die Lebensereignisse und erlebten Situationen, die die Kinder beschäftigen, nachzuerleben (auf emotionaler Ebene), diese zu verstehen (auf kognitiver Ebene) und sie aufzuarbeiten (auf Handlungsebene). Die Kinder machen die Erfahrung, ihr gegenwärtiges Leben verstehen und praktische Situationen bewältigen zu können.
Durch kontinuierliches gezieltes Beobachten und Befragung der Kinder im Alltag können die pädagogischen Mitarbeiterinnen, die aktuellen Lebenssituationen, Bedürfnisse und Fragen der Kinder herausfinden und darauf eingehen. Daraus ergeben sich Inhalte und Methoden, die bei den Kindern in Klein- und Großgruppenangeboten eingesetzt werden, um sie situationsgemäß und alle Sinne ansprechend zu fördern. Neugierde und Motivation der Kinder werden geweckt und das Kind hat Freude am konkreten Lernprozess.
Wir organisieren unsere methodischen Arbeit in 2 Altersgruppen
Durch diese Aufteilung können wir dezidiert die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen, sowie ein besser überschaubares Umfeld für Kinder bieten, bei Erhalt des Mehrwertes der offenen Arbeit.
1 - 2,5 jährige Kinder "kommen an" in unserer Krippe mit 48 Kindern im EG
Besonders in dieser Altersgruppe und nach dem Übergang in den KinderGarten ist "räumliche Überschaubarkeit" für Kinder von großer Bedeutung, da dieses dem Grundbedürfnis nach enger Bindung und Sicherheit nachkommt. Daher bieten wir eine Gruppenstruktur in dieser Alterskategorie an. Darüber hinaus gibt es erste frei Erkundungsbereiche zur Einführung in die offene Arbeit.
Die Gruppe bietet bei unserer Arbeit den “sicheren Hafen“ zur Erfüllung des Bindungsbedürfnisses bei Kindern unter 3 Jahren zur umfassenden Entwicklung ihrer Selbstwirksamkeit, sowie den Erhalt der intrinsischen Motivation die Welt zu „entdecken und erforschen“.
4 Gruppen mit jeweils 12 Kindern und 3 Pädagogen in Gruppenräumen
Erste Einführung in die offene Arbeit im Atelier-, Bewegungs-, und Außenbereich bieten eine erste Annäherung an die offene Arbeit
Mehr über unseren Ankommensprozess / Eingewöhnung
Ab 2,5 Jahren in der offenen Arbeit. 56 Kinder je Etage (1. und 2. OG)
2,5 - 4,5 jährige Kinder "erweitern" ihren selbstbestimmten Erkundungsradius
Stärkung der Selbstbestimmung, die Entwicklung der Handlungs- und Sozialkompetenzen, d.h. eigene Interessen wahrzunehmen, zu verfolgen und zu erforschen in der Gemeinschaft.
Blütebegleiter als Bezugspersonen, wie auch BlütePaten (ältere Kinder), sowie der Tageablauf bieten Sicherheit und Orientierung.
Besondere Aufmerksamkeit schenken wir dem Vorschulalter als Vorbereitung auf den Übergang in die Schule.
Mit zunehmendem Alter und Bindung zu unserem Bezugspädagogen entsteht Sicherheit den Radius des kindlichen Erforschen zu erweitern. Wir beginnen mit Kindern in dieser Altersgruppe die offenen Werkstatt-Arbeit (inspiriert vom Reggio Ansatz) in den unterschiedlichen Werkstattbereiche, wie z.B. Atelier, Bauwerkstatt, Töpfern, Musik, der Projektarbeit basierend auf kindlichen Interessensfeldern. In Ergänzung bedienen wir uns tägliche Elementen der Wald- und Naturpädagogik insbesondere in unserem große Garten und unserem "Wald".
Räumlich können sich Kinder frei auf der Etage bewegen und finden dort alle relevanten Werkstatt-Angebote. Unsere Räumlichkeiten unterstützen das selbstbestimmtes Erleben durch vielfältige Angebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Zugleich schaffen wir Sicherheit durch eine altersspezifische Orientierung und Struktur entlang des Tagesablaufs. Z.B. können Kinder sich zu jeder Zeit anhand der Pinnwände mit dem Standort der päd. Fachkräfte orientieren und sind sicher ihren Bezugspädagogen immer finden zu können.
4,5 - 6,5 Jahre jährige Kinder stärken in "ihrem Selbst" und Vorbereitung auf die Schule
In Ergänzung zu den Angeboten in den vorherigen Altersgruppen erweitern wir mit Kindern in dieser Altersgruppe zunehmend ihren Radius und eröffnen somit mehr Erforschungs- und Erprobungsmöglichkeiten im selbstbestimmten Handeln, z.B. Kinder kochen in der Küche mit und verstehen sich als kulinarische Gestalter für sich und ihre Freunde und Familien, sie erforschen die Vielfalt der demokratischen Teilhabe, sowie die digitalen Werkzeuge mit ihrem Mehrwert aber auch mit ihren Herausforderungen.
Unsere Räumlichkeiten fungieren neben den Kindern und Pädagogen als 3. Gestalter der Potentialentfaltung
Die Räumlichkeiten unseres KinderGartens richten sich massgeblich nach den kindlichen Grundbedürfnissen aus ...
Wir bieten Bindungs- und Beziehungsorte:
z.B. stellt unser zentraler „Marktplatz“ auf jeder Etage einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt der Raumstruktur dar. An diesem Ort trifft man sich morgens, Frühstückt und isst Mittag zusammen. Hier kann zusammen gespielt werden, an einem Projekt gearbeitet werden, musiziert werden. An einem Theaterstück gearbeitet werden, und diese auch aufgeführt werden, z.B. auf der Bühne der 2. Etage, welche an den Marktplatz grenzt. Hier können Ausstellungen gemacht werden, zu den Familien der Kinder ihren Kulturen und Traditionen. Dieser Ort stellt als gemeinschaftlichen Beziehungsort das Herz der jeweiligen Etage dar.
Im Gegensatz dazu stehen die individuellen Beziehungsorte, wie z.B. die Ruhe- und Leseräume auf der jeweiligen Etage, in der jeweiligen altersgerechten Abwandlung. Insbesondere für die jüngeren Kinder können einzelne Ecken, Nischen, Podeste etc. in den Gruppenräumen oder Werkstatträumen dafür genutzt werden. In diesen Räumen können Kinder alleine, mit ihren Bezugspädagogen oder auch mit Freunden einen individuellen Austausch und Rückzug finden.
Wir bieten Räume für autonomes und selbstbestimmtes Handeln, im Rahmen der altersgerechten Fertigkeiten:
Dieses sind insbesondere unsere Werkstatträume, welche wir als Erfahrungsräume zu den unterschiedlichen Bildungsbereichen verstehen. Wie z.B. die Bewegungsräume, die Ateliers, die Bau-, die Forscher-, die Musik-, die Zahlen/ABC /Digital Werkstätten und natürlich der Außenbereich. Diese Erfahrungen richten sich nach den altersgerechten Fertigkeiten. Am Beispiel des Ateliers unterscheiden wir z.B. nach Malen, Zeichnen, Kollagen, Tonarbeiten, Stoffe + Filz, Licht + Schatten, Video + Fotografie, etc. Innerhalb dieser Felder wiederum in unterschiedliche Fertigkeits- oder Schwierigkeitsgrade.
In der 1. Altersgruppe verarbeiten die Kinder z.B. Stoffen und Filz zu Kollagen. Dabei geht es in erster Linie darum Material zu erkunden und persönlichen Fertigkeiten zu fördern, wie z.B. das Schneiden mit der Schere, den Umgang mit verschiedenen Klebern etc.
In der 2. Altersgruppe können Kinder die Stoffarbeit differenzierter erforschen, z.B. verschiedene Qualitäten und ihre Eigenschaftenkennenlernen, sowie ihre individuelle Einflussnahme auf das Material durch ihr eigenes zu tun, wie z.B. beim Filzen.
Die älteren Kinder erforschen die Erstellung von Stoff - vom Schaf zum Stoff. Dabei erleben sie die einzelnen Schritte selber und leisten einen Beitrag den Entwicklungsprozess selber zu gestalten. Am Ende fertigen die Kinder ein individuelles Atelierstück aus dem selbst erstellten Stoff.
Wir bieten Raum, um Anerkennung und Selbstwert zu erfahren zur Gestaltung der eigenen Identität:
Kinder in unserer Einrichtung werden unterstützt bei der Stärkung ihres Selbstwertes durch die Haltung unserer päd. Fachkräfte ihnen gegenüber, sowie die begleitende Rolle dieser (Details im Pädagogischen Konzept S. 8), die vom Selbstbestimmungsprozess des Kindes ausgeht. Dieses gepaart mit einer sicheren Bindung zu Bezugspädagogen und anderen Kindern stellt für uns die beste Voraussetzung zum Gelingen dar.
In unserer Einrichtung werden Kinder in ihrem Tun unterstützt und dazu von den päd. Fachkräften sowie vom Raumkonzept angeregt ihre Grenzen zu erweitern. Durch das Angebot unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade in allen Bereichen, ermöglichen wir es Erlerntes zu festigen sowie die nächste Stufe zu erklimmen. Den Bereich und die Zeit wählen dabei jedes Kind für sich individuell.
Anerkennung verstehen wir nicht als einfaches Lob, sondern viel mehr als empathische Wahrnehmung der bewältigten Herausforderungen. Die päd. Fachkräfte stehen begleitend und sichernd zur Seite, selbstständig getätigte Schritte von Kindern werden dabei bewusst und anerkennend wahrgenommen. Sie verbalisieren ihre Beobachtungen und ihre Anerkennung. Sie sprechen bei Bedarf mit den Kindern darüber, wie es sich angefühlt hat, Herausforderungen zu meistern, was dabei gut geklappt hat, was nicht und was bei einem neuen Versuch eine Alternative sein kann.
Uns ist es wichtig, Kinder mit ihren Bedürfnissen auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen damit auch ihre Erfahrungen zuzumuten in liebevoller Begleitung. Dabei berücksichtigen wir insbesondere Momente, in denen Kinder auch an ihre emotionalen Grenzen kommen. Momente, in den es zu Wut, Traurigkeit und auch Zweifeln kommen kann. Momente, in denen Kinder von Ihren Gefühlen überwältigt sind, weil sie noch kein Handwerkzeug für den Umgang mit diesen Gefühlen haben. Wir unterstützen sie dabei Gefühle zu erleben, anzuerkennen, sie im Nachgang zu reflektieren und vor allem mit der Zeit für sich zu lernen, selbstregulativ damit umzugehen. Damit können Kinder selbstbestimmt ein emotionales Fundament für ihre persönliche Identität legen. Für diese Form der individuellen Auseinandersetzung haben wir Bereiche der räumlichen Ruhe und Distanzierung trotz Erhalt des gesamten Überblicks.
Wir schaffen eine Umgebung, die körperliches Wohlbehagen ermöglicht durch ein ausgewogenes Angebot für Bewegung und Ruhe, sowie zeitliche Freiräume für individuelle Bedürfnisse.
Unserer Räumlichkeiten regen an und inspirieren in den unterschiedlichen Bedürfnis-Dimensionen und verbinden diese mit spielerischen Elementen. Z.B. haben wir einen frei zugänglichen Wasserhahn bzw. Trinkbrunnen auf jeder Etage im Essensbereich, an dem Kinder sich frei und jederzeit bedienen können, um ihren Durst zu stillen, sowie spielerisch angeregt werden zu trinken.
Wir bieten Anregungen für Sinn und Spiritualität in unserer Haltung dem "Schönen" und dem„Wundern“ gegenüber und den daraus resultierenden Mechanismus.
Unterschiedlichste Erlebnis- und Erkundungswerkstätten lassen Euer Kind entdecken und lernen


